Umgezogen
Unser Bauernblog hat sich umgezogen und ist in neuem Gewand unter bauernblog.de zu erreichen

Das Schaf ein unterschätzes Haustier…
… so lautet der Titel eines fast 30 minütigen Radiobeitrags auf SWR 2. Und wie schön, dass man heute Sendungen im Internet „nachhören“ kann, wenn man die eigentliche Ausstrahlung verpasst hat.
Aus der Ankündigung:
In Brehms Tierleben kommt das Schaf, eines der ältesten Haustiere des Menschen, nicht gut weg: „Seine Furchtsamkeit ist lächerlich, seine Feigheit erbärmlich. Jedes unbekannte Geräusch macht die Herde stutzig, Blitz und Donner und Unwetter überhaupt bringt sie gänzlich aus der Fassung“. Verhaltensbiologen wissen aber, dass Schafe erstaunlich neugierig und lernfähig sind.
Sie können z.B. Dutzende von Artgenossen am Gesichtsausdruck unterscheiden – selbst wenn sie sie bis zu zwei Jahre lang nicht mehr gesehen haben. Herden kommunizieren mit ihren Schäfern und deren Hunden. Schafe sind auch in der Lage, Gefühle zu zeigen: An ihrer Mimik lässt sich ablesen, wie es ihnen geht. Die Woll-, Milch- und Fleischlieferanten helfen sogar beim Küstenschutz: Sie halten die Grasnarbe auf Deichen kurz, verdichten den Boden und tragen so dazu bei, Deichbrüche zu verhindern.
Die Sendung “Das Schaf ein unterschätzes Haustier“ von Miriam Freudig können Sie hier als mp3 downloaden oder online nachhören: LINK
Lustige Videos: Lämmer im Fitness-Studio
Passend zu Ostern dreht sich unsere heutige Folge der lustigen Videos mal nicht um Kühe und Milch, sondern um zwei kleine Lämmer die ihre Mama für ein Turngerät halten.
Frohe Ostern
Landwirte aus Leidenschaft
Von Milch und Getreide alleine können die meisten Landwirte heute mehr schlecht als recht leben. Neue Konzepte und Nischen sind gefragt. Ein erfolgreiche Nische hat die Familie Gansen für sich mit dem Betrieb ihrer eigenen Käserei gefunden, wie ein Bericht in der Saarbrücker Zeitung zeigt. Hier der Link zum Artikel , nachfolgend ein Screenshot. Die im Artikel erwähnte Mühle ist übrigens unsere Mühle in Lebach
. Mehr zur Familie Gansen findet man auf der Homepage vom Johannis Hof.
Körperwelten der Tiere
Die Arche Noah der Neuzeit legt im Saarland an! Plastinator Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley präsentieren hier ihre neu geschaffene Ausstellung der Superlative – die KÖRPERWELTEN der Tiere. Erstmals können dank revolutionärer Plastinationstechnologie auch die größten Lebewesen ästhetisch präpariert und dauerhaft konserviert werden. Diese einzigartige Erlebnisschau widmet sich dem Innenleben der Tiere. Der Blick unter die Haut der Riesen aus Steppe, Urwald und Ozean vermittelt in seiner Detailtreue nie für möglich gehaltene Einblicke in Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organe dieser Giganten.
Ab dem 19. März 2010 können die Besucher im Zoo Neunkirchen eine echte Welt-Premiere bestaunen – „Samba“ und „Chiana“, die beiden ersten Elefanten-Plastinate! Für die grauen Kolosse eine Rückkehr nach Neunkirchen, nachdem der Zoo die Elefanten vor fünf bzw. vier Jahren dem Plastinator spendete, somit vor der Tierverwertungsanstalt rettete.
Außer der über 3,2 Tonnen schweren Elefantenkuh „Samba“ zeigen die KÖRPERWELTEN der Tiere in einer eigenen Halle eine über 5 Meter hohe Giraffe, einen mit 200 Kilogramm Muskeln bepackten Gorilla, einen majestätischen Bär und andere Tiere, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat! Superlative selbst für den Plastinator. So ist „Samba“ mit einer Größe von 6 mal 3,50 Metern das gewaltigste Lebewesen, das je plastiniert wurde – so schwer wie drei Kleinwagen. Das Team um Gunther von Hagens benötigte 64.000 Arbeitsstunden, vier Tonnen Silikon und 40.000 Liter Azeton, um „Samba“ wiederauferstehen zu lassen. Zum Vergleich: Ein menschliches Plastinat ist in 3.000 Stunden fertig.
Doch warum hat ein Elefant einen Rüssel und eine Giraffe einen langen Hals? Die faszinierende Sonderschau gibt unzählige spannende Antworten. Sechs Wochen werden alle kleinen und großen Tierforscher auf eine kinderleicht zu verstehende anatomische Safari mitgenommen. Die KÖRPERWELTEN der Tiere gewähren einen Blick unter die daumendicke Haut eines Elefanten, zeigen die 40.000 Muskeln im Rüssel, der praktischen Nase des Riesen. Oder wer hätte gedacht, dass eine Giraffe ihre 50 Zentimeter lange, lila Zunge wie eine Hand benutzen kann? Und obwohl der Hals so lang ist, hat auch eine Giraffe nur sieben Halswirbel – wie ein Mensch.
Lustige Videos: Die Wahrheit über Milkshakes
Im Februar starteten wir die Reihe „außergewöhnliche Videos zum Thema Milch“. Jetzt veröffentlichen wir das zweite Video. Auch in diesem Spot stehen wieder Kühe im Vordergrund, und beim Melken kommen keine Roboter zum Einsatz. Zum anschauen ist diese Art der Kuh-Motivation echt witzig, bei mehr als 5 Kühen im Stall wäre diese Art der Milchgewinnung aber ein echter Fulltime Job. Viel Spaß beim Milk-Shake-Wettbewerb
Giftpflanzen auf Wiesen und Weiden
Vor einiger Zeit sorgte das Jakobskreuzkraut (Fachbegriff: Senecio jacobaea) für Furore, hatte es sich doch versehentlich unter den Ruccola gemischt, der dann in den Lebensmittelhandel gekommen ist. Aber was macht dieses Kraut so gefährlich?
Die Pflanze enthält so genannte Pyrrolizidin-Alkaloide, genauer gesagt Senecionin und Jacobin, die unter anderem zu starken Leberschäden führen. Ganz genau genommen verursachen nicht die Alkaloide direkt die Leberschäden, sondern vielmehr deren Abbau-Produkte. Davon betroffen sind alle gängigen landwirtschaftlichen Nutztiere wie Pferde, Rinder, Schafe oder auch Ziegen – also jene, die in der Regel länger auf Wiesen und Weiden leben und dort grasen.
Natürlich wachsen noch viele andere Pflanzen auf Wiesen und Feldern, die für Nutztiere gefährlich sein können. Hier werde ich mal einige vorstellen. Der Übersichtlichkeit halber werde ich versuchen, die Pflanzen etwas einzuteilen.
Da wären zum Beispiel solche Pflanzen, die unter anderem Lähmungen des ZNS verursachen können und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen.
Dazu gehören der Acker-Schachtelhalm (Equisetum Arvense), der Sumpf-Schachtelhalm, sowie der Adlerfarn (Pteridium Aquilinum). Alle drei Pflanzen enthalten das Enzym Thiaminase, welches das Vitamin B1 im Körper zerstört. Wird dieses Enzym über längere Zeit mit der Nahrung aufgenommen, kommt es zu Mangelerscheinungen und Stoffwechselstörungen, die wiederum Krämpfe und Lähmungen verursachen.
Ebenfalls nicht unterschätzen sollte man die optisch wunderschönen Fingerhüte, sowie Maiglöckchen. Diese Pflanzen enthalten so genannte Glykoside, die die Herztätigkeit bei starker Vergiftung so beeinflussen, dass Herzrythmusstörungen auftreten können. Der Hauptwirkstoff ist das Convallatoxin. Bei einer weniger starken Vergiftung können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Schwindelgefühl die Folge sein.
Beispiele für diese Pflanzen sind der Großblütige Fingerhut (Digitalis Grandiflora), der Rote Fingerhut (Digitalis Purpurea) oder eben auch Convallaria Majalis, besser bekannt unter dem schon erwähnten Namen Maiglöckchen.
In gewisser Weise gehört auch die Beeren-Eibe (Taxus Baccata) dazu, denn auch sie führt etwa eine Stunde nach dem Verzehr zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelgefühl. Der Herzschlag erhöht sich, bevor er dann immer langsamer wird und das Tier stirbt. Die Wirkstoffe sind hier Taxin und Blausäureglykosid.
Zum Ende dieses Artikels möchte ich noch den Gemeinen Wacholder erwähnen, der ätherische Öle enthält. Eine zu hohe Dosis dieser Öle kann bei Tieren zu Nierenschmerzen führen und beeinflusst auch die Harnausscheidung. Weitere Beispiele für Pflanzen, die eine ähnliche Wirkung haben, sind der Abendländische Lebensbaum, der Scharfe Hahnenfuß oder auch die Sumpf-Dotterblume.
Autor: Sören Schewe
Nachtrag. Wenige Tage nach Veröffentlichung dieses Post wurden wir auf ein Merkblatt der DLG aufmerksam, das sich in aller Ausführlichkeit dem Thema widmet und das kostenlos downgeloadet werden kann: „Problemunkräuter im Grünland, Beschreibung und integrierte Maßnahmen“
Juchem Agrar-Dialog
Bereits zum 5. Mal führt die Juchem-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem saarländischen Bauernverband Saar den Juchem Agrar-Dialog durch. Auch für diesen Agrar-Dialog haben wir wieder einen hochkarätigen Redner gewinnen können. Dr. Hans-Jürgen Kunz, von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, gilt als DER Experte in Sachen Kälberhaltung und Fütterung. Die Veranstaltung trägt den Titel:
Neue Erkenntnisse zur Kälber- und Jungrinderaufzucht
und findet statt :
- am Mittwoch, 17. März 2010, 20.00 Uhr
- im big Eppel in Eppelborn, Europaplatz 4 (Koßmann-Forum)
Dr. Kunz wird über neue Erkenntnisse zur Biestmilchversorgung, den Zusammenhang von der Ernährung in den ersten Lebenswochen und der späteren Milchleistung von Milchkühen, der Fersenfütterung und – wenn die Zeit es erlaubt – über neue Stallbaukonzepte in der Kälberhaltung sprechen.
Im Anschluss an den Vortrag, der etwa 90 Minuten dauern wird, ist bei einem kleinen Imbiss ausreichend Gelegenheit für eine angeregte Diskussion.
Bei Interesse melden Sie sich bitte an bei Reiner Rech reinerrech at juchem.de
Formen der Lämmermast
Die Mastlämmerhaltung ist das wichtigste betriebswirtschaftliche Standbein der heutigen Schäfereien.
Die drei Mastvarianten, die sich in Deutschland etablieren konnten, sind:
- die Intensivmast
- die Extensiv- oder Wirtschaftsmast und die
- Weidelämmermast
Jede Variante hat Vor- und Nachteile, die betriebsbedingt unterschiedlich sein können und fließend ineinander übergehen bzw. miteinander kombiniert werden können. In den Betrieben gibt es verschiedene Fütterungs- und Haltungsverfahren.. Eine Vielzahl von Einflussfaktoren sind hierbei zu berücksichtigen, z.B. geplanter Vermarktungszeitpunkt, Flächen- und Futterausstattung des Betriebes, Kosten der Futtermittel, Arbeitskraft und letztlich auch die gehaltene Schafrasse selbst.
Im Folgenden sollen die einzelnen Mastformen kurz vorgestellt werden.
Mykotoxine in der Einstreu
Mykotoxine sind durch Schimmelpilze produzierte sekundäre Stoffwechselprodukte. Hiervon gibt es nach Literaturangaben über 300 verschiedene Toxine. Als Schimmelpilze sind hier zum Beispiel Fusarium, Aspergillus und Penicillium zu nennen. Die bekanntesten Mykotoxine sind Afla-, Ochratoxin sowie verschiedene Fusariengifte wie das Zearalenon. Sie können sowohl die wachsende als auch die reifende Pflanze auf dem Feld befallen, oder sich bei suboptimaler Lagerungsqualität auf Futter- und Lebensmitteln vermehren.
Besondere Probleme bestehen in der landwirtschaftlichen Produktion derzeit beim Anbau von Getreide, vor allem Weizen und Mais.
Dabei fördert ein feuchtwarmes Klima den Befall mit Mykotoxinen. Der Pilzbefall kann weiterhin zu Schäden und zum Verderb von Getreide, Stroh, Heu und Silagen führen. Das größte Risiko für landwirtschaftliche Nutztiere liegt in der Aufnahme von „verschimmeltem“ Futter.
Aber nicht immer ist die Futterqualität für eine Vergiftung durch Mykotoxine verantwortlich. Die Haltung vieler Nutztiere erfolgt auf Stroheinstreu. In diesem Zusammenhang wird aktuell darüber diskutiert, dass auch durch schlechte und verschimmelte Einstreu mit Stroh die Mykotoxinbelastung der landwirtschaftlichen Nutztiere gesteigert werden kann. In der Freizeithaltung, besonders bei Pferden, ist die besondere Situation, dass die Tiere die Einstreu aufgrund von Rohfasermangel oder in Ermangelung an Aktivität fressen. Somit bekommt die Qualität der Einstreu eine nicht unerhebliche Bedeutung in der Stall- oder Boxenhaltung.







